Was Blizzard zum Schwarzmarkt und zum Raidstart am 9. Dezember verrät.
Artwork: Blizzard Entertainment
Was macht ihr, wenn nach dem zehnten Dungeonrun immer noch ein Set-Teil fehlt? In WoW Forever kann sich dann ein Blick auf den Schwarzmarkt lohnen. Im Interview mit MrGM erklären Kris Zierhut und Josh Greenfield (Aggrend), warum es diese zweite Chance gibt, wie schwer die ersten Raids werden sollen und weshalb selbst alte Schlachtzüge später noch begehrte Beute liefern können.
Was euch auf dem Schwarzmarkt erwartet
Mit Quests und Beute kommt ständig neues Gold ins Spiel. Das Schwarzmarkt-Auktionshaus soll einen Teil davon wieder aus dem Umlauf nehmen. Dafür bietet es zum Start vor allem Dungeon-Ausrüstung und eine kleine Auswahl an Reittieren und Haustieren. Ihr findet die beiden Händler in Powderfuse Port in den Flusslanden.
Madam Swyndle nimmt Gebote an
Ihr könnt auf fehlende Dungeonset-Teile bieten. Die braucht ihr unter anderem für die Questreihe zum Erfolg Lord Valthalak zur Ruhe gebettet. Als Belohnung winken ein Vermächtnispunkt und Ausrüstung für eure Spezialisierung.
Mister Graphed verkauft zum Festpreis
Beim Reagenzienhändler bekommt ihr seltene Materialien wie Schwarzen Lotus. Sein Festpreis dient als praktische Obergrenze: Wenn die Preise im Spieler-Auktionshaus zu hoch steigen, könnt ihr beim Händler einkaufen.
Die beiden Goblins sind eine Anspielung auf Madame Goya, die später in Mists of Pandaria den Schwarzmarkt betreibt. Die Zügel des Todesstreitrosses gehörten zum Beta-Angebot. Für das Reittier führt der Weg zum Launch wieder über Stratholme.
Für euren Handel: Wenn ihr seltene Mats einkauft, um sie weiterzuverkaufen, zählt der Händlerpreis mit. Er gibt euch einen Vergleichswert, selbst wenn im Auktionshaus gerade nur teure Angebote stehen.
Tiefengrabhügel
10 Spieler8 Bosse · unterhalb des HyjalHyjalgipfel
20 Spieler13 Bosse · nahe NordrassilOnyxias Hort
40 SpielerDüstermarschen · Einstimmung nötigAls Maßstab nennt Zierhut einen typischen Kampf in Naxxramas. Die Bosse sollen mehr verlangen als im Geschmolzenen Kern. Das Niveau der Vier Reiter liegt über dem, was das Team für die meisten Kämpfe anpeilt. Auch die Kampfdauer dürfte viele Classic-Veteranen überraschen: Bei den längeren Begegnungen könnt ihr manche großen Fähigkeiten mehrmals einsetzen. Und wer dem Tank die Aggro abnimmt, merkt schnell, dass auch Bedrohung wieder eine Rolle spielt.
Für den Tiefengrabhügel ist Karazhan das Vorbild. Mit Freunden soll der Raid einen entspannten Abend ergeben, sobald ihr die Mechaniken beherrscht. Für spontan zusammengestellte Gruppen erwartet Greenfield, dass die acht Bosse mit einigen Wochen oder Monaten Erfahrung leichter zu bewältigen sein werden.
Warum Blizzard Kampf-Addons einschränkt: Je mehr euch ein Addon im Kampf abnimmt, desto komplexer müssen Mechaniken werden, um euch noch zu fordern. Die Entwickler wollen Bosskämpfe so bauen, dass ihr sie mit guter Vorbereitung, Absprachen und Übung bewältigen könnt.
Warum sich ältere Raids weiter lohnen sollen
Die Gegenstandsstufen sollen zwischen den Raidstufen weniger stark steigen. Euer bester Gürtel kann also noch aus dem ersten Raid stammen, während ihr das beste Schmuckstück erst später findet. Dazu bekommt laut Zierhut jeder Raidboss eine geringe Chance auf besonders begehrte Beute. Manche dieser Chase Items haben für eine Spezialisierung besonders gute Werte, andere eine höhere Gegenstandsstufe. Im Gespräch kam auch der kürzlich enthüllte legendäre Zweihandstab Taldramir, the Whispering Wood zur Sprache.
Die Daten ausgewählter Gegenstände gelangen erst in den Spielclient, wenn jemand sie im Spiel findet. Das will das Team auch bei neuen Dungeons und Raids beibehalten. Wer vor dem ersten Raid schon eine Tierliste durchgeht, kennt also noch nicht alle Gegenstände, die später bei der Klassenwertung eine Rolle spielen könnten.
Öffentlicher Testserver: Greenfield hält einen PTR für Stabilitätstests für wahrscheinlich. Bei öffentlichen Raidtests ist er skeptisch. Ausgewählte Questlinien dürften ebenfalls verborgen bleiben.
- Flusslande: Die Geschichten dort greifen Ereignisse aus Warcraft II und dem Zweiten Krieg auf.
- Untoten-Paladine: Greenfield hat an ihren Geschichten mitgearbeitet. Das Team stimmte sich dafür eng mit den Entwicklern von Warcraft III Reforged: Forsaken Kingdom ab.
- Hyjal: Der Berg ist schon aus weiten Teilen Kalimdors sichtbar. Lange bevor ihr ihn erreicht, begleitet er euch als Orientierungspunkt am Horizont.
- Shen’dralas: Lest die Dialoge der Figuren, denen ihr dort begegnet. Die Geschichte der Himmelsgeborenen reicht laut den Entwicklern bis nach Desolace und Düsterbruch.
Mehr Weitsicht, keine Flugreittiere
Das Weltteam schließt alte Geländelücken, damit die Landschaft auch von erhöhten Aussichtspunkten aus durchgehend sichtbar ist. Für Flugreittiere ziehen die Entwickler im Interview eine klare Grenze.
Gilneas blitzt schon am Horizont auf
Als Grundlage dient das Gelände aus Cataclysm. Rund um den Graumähnenwall hat das Team die Übergänge an die Classic-Welt angepasst. Was ihr in Gilneas später erleben könnt, ließ Greenfield offen.
Wie viel Hilfe gibt euch das Spiel beim Questen?
Die eingebaute Questhilfe soll euch genug Orientierung geben, damit ihr auch ohne Questie gut zurechtkommt. Auf die 3D-Wegmarker aus Retail verzichtet das Team. Auch gewertete Arenen und das gemeinsame Anrechnen von Gegnern für ungruppierte Spieler nennen die Entwickler als Features, die sie bewusst außen vor lassen.
Neue Funktionen misst das Team an vier Grundsätzen: Das Spiel soll Begegnungen zwischen Spielern fördern, Azeroth in den Mittelpunkt stellen, die Reise genauso wichtig nehmen wie das Ziel und auch für Neueinsteiger zugänglich bleiben, ohne sein Classic-Gefühl zu verlieren.
MrGM im Gespräch mit Zierhut und Greenfield
Was schaut ihr euch zuerst an: den Schwarzmarkt in den Flusslanden oder mit eurer Gilde den Tiefengrabhügel?
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