WoW Forever · Podcast Folge 6

Eine lebendige Welt – auch ohne feste Realms?

Neue Servertechnik, bekannte Gesichter und große PvP-Schlachten: Das Team erklärt, wie WoW Forever seine Community zusammenbringen will.

Ihr trefft beim Questen immer wieder dieselben Spieler, könnt einfacher mit euren Freunden losziehen und erlebt große Schlachten in der offenen Welt: Genau dieses Gefühl soll WoW Forever liefern. In der sechsten Podcast-Folge mit Shobek geht es darum, welche Technik dahintersteckt – und welche Kompromisse dafür nötig sind.

Besonders interessant: Das Team spricht offen über verschwundene Spieler an Zonengrenzen, zu häufige Weltwechsel in der Beta und mögliche Gruppen mit mehr als 40 Mitgliedern. Wir haben die wichtigsten Aussagen für euch zusammengefasst.

Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick

  • Keine klassische Realmwahl: Im Mittelpunkt stehen Region und Regelwerk. Die technische Aufteilung der Welt bleibt im Hintergrund bestehen.
  • Bekannte Gesichter sollen wiederkehren: Gilden, soziale Kontakte und eure Sprache beeinflussen, mit wem ihr die Welt teilt.
  • Weniger störende Weltwechsel: Das Team hat die Beta-Systeme deutlich zurückgedreht und überarbeitet.
  • PvE und PvP bleiben zum Start getrennt: Gemeinsame Instanzgruppen und eine Vermischung der Wirtschaft sind nicht vorgesehen.
  • Größere Gruppen und neue Events sind Ideen: Weder „Mega-Raids“ noch ein Umgebungs-Sprachchat sind angekündigte Features.
Die Teilnehmer der sechsten WoW-Forever-Podcast-Folge im Gespräch
Die Podcast-Runde spricht über Servertechnik, große Schlachten und Community-Aufbau.

Moderne Technik als Grundlage für das Classic-Gefühl

Für WoW Forever setzt das Team auf eine moderne technische Basis. Der Grund ist vor allem die langfristige Entwicklung: Sicherheitsupdates, Grafikverbesserungen und neue Werkzeuge sollen leichter übernommen werden können, ohne jedes Mal aufwendige Anpassungen an getrennten Systemen vorzunehmen.

Ein anschauliches Beispiel sind die Talentbäume. Laut Podcast fehlte dem Classic-Team lange der ursprüngliche Editor für die alten Talente. Änderungen waren dadurch umständlich. Mit den moderneren Werkzeugen können Designer Talente und ihre Positionen im Baum wesentlich einfacher bearbeiten.

Was heißt das für euch? Die gemeinsame Technik soll dem Team mehr Spielraum für Änderungen und neue Inhalte geben. Sie bedeutet keine automatische Übernahme des Spieldesigns der modernen WoW-Version.

Sogar Optimierungen aus der Entwicklung von Housing helfen WoW Forever unter der Haube. Im Gespräch wird aber ausdrücklich klargestellt: Das ist keine Ankündigung von Housing für WoW Forever.

Warum Spieler an Zonengrenzen verschwinden konnten

Die neue Welttechnik unterteilt die Spielwelt in kleinere Bereiche. Einzelne Zonen oder Gruppen von Zonen lassen sich dadurch gezielter verwalten. Das soll verhindern, dass eine volle Hauptstadt unnötig zusätzliche Kopien weitgehend leerer Gebiete erzeugt.

Der Nachteil zeigte sich in der Beta an manchen Übergängen: Spieler tauchten plötzlich auf oder verschwanden aus der Sicht. Gerade bei Duellen und Kämpfen war das störend. Laut Team brachten die letzten Beta-Tage bereits deutliche Verbesserungen; weitere Fehlerbehebungen und Anpassungen sollen folgen.

Auch die Zuordnung zusammenhängender Gebiete kann verändert werden. Eine Aufteilung, die zum Start mit vielen neuen Charakteren sinnvoll ist, muss einen Monat später nicht mehr dieselbe sein.

Keine Garantie für eine völlig nahtlose Welt: Das Team rechnet weiterhin mit Situationen, in denen Zonengrenzen oder eine Aktualisierung der Welt bemerkbar werden. Ziel ist, diese Eingriffe seltener und weniger störend zu machen.

Podcast-Grafik zur Entwicklung erzwungener Weltwechsel während der WoW-Forever-Beta
Die im Podcast gezeigte Grafik veranschaulicht die Entwicklung erzwungener Weltwechsel während der Beta. Sie zeigt keine Prognose für den Livebetrieb.

Mehr Kontrolle beim Wechsel zu eurer Gruppe

Zu Beginn der Beta griffen mehrere Systeme gleichzeitig in die Verteilung der Spieler ein. Das führte zu häufigen Hinweisen auf einen bevorstehenden Weltwechsel. Nach der Auswertung der Beta hat das Team die automatische Umverteilung deutlich eingeschränkt.

Wenn ihr einer Gruppe beitretet und ein Wechsel nötig ist, soll euch ein Hinweis mit einem Zeitfenster ermöglichen, den passenden Moment zu wählen. Ihr sollt nicht unvermittelt mitten in einer gefährlichen Situation in einer anderen Weltkopie landen.

Düstere Spielszene aus dem Intro des WoW-Forever-Podcasts
Vertraute Atmosphäre: eine Szene aus dem Podcast-Intro.
Waldlandschaft mit Wasser im WoW-Forever-Podcast
Eine Welt, die zu gemeinsamen Abenteuern einlädt.
Zwei Charaktere blicken von einer Anhöhe in die Landschaft
Zusammen unterwegs – das Community-Gefühl steht im Mittelpunkt.

Wie ihr ohne festen Realm trotzdem bekannte Gesichter treffen sollt

Eine riesige Spielerbasis allein macht noch keine Community. Deshalb versucht das System, euch wiederholt mit bestimmten Spielern und Gilden zusammenzubringen. Aus einer gemeinsamen Quest soll später vielleicht die nächste Gruppe oder sogar eine Gildenmitgliedschaft entstehen.

Gilden & Freunde

Das Zusammenspiel mit euren Kontakten wird priorisiert. Auch ohne aktive Gruppe sollt ihr als Gildenmitglied der Community eurer Gilde begegnen.

Sprache & Begegnungen

Die Sprache eures Clients beeinflusst zunächst eure Zuordnung. Im Gespräch wird außerdem eine Einstellung genannt, über die ihr die Sprachpräferenz anpassen könnt.

Diese Gemeinschaften sollen sich über die Zeit langsam verändern können. Ihr bleibt also nicht dauerhaft in einer abgeschlossenen Blase. Die Idee dahinter: Auch wer erst Jahre später einsteigt, soll Mitspieler für Quests und gemeinsame Abenteuer finden.

Die Ignorierliste ist dabei kein Werkzeug zum Aussortieren der Welt. Ihr könnt Spieler ignorieren, entfernt sie damit aber nicht automatisch aus eurer Umgebung. Das Team möchte verhindern, dass sich die Zuordnung durch gezieltes Ignorieren oder Hinzufügen von Freunden manipulieren lässt.

PvE und PvP bleiben getrennt – auch wegen der Wirtschaft

Intern wurde durchaus darüber diskutiert, Spieler unterschiedlicher Regelwerke gemeinsam in Instanzen ziehen zu lassen. Zum Start bleibt es jedoch bei der Trennung. Einer der wichtigsten Gründe ist die unterschiedliche Situation beim Farmen: Auf einem PvE-Regelwerk lassen sich Materialien ohne dieselben Risiken durch gegnerische Spieler sammeln.

Eine Zusammenlegung würde deshalb auch Fragen zu Handel und Auktionshäusern aufwerfen. Die technische Möglichkeit für spätere Anpassungen soll bestehen, doch eine solche Öffnung ist derzeit keine zugesagte Änderung.

Fraktionsbalance gilt je Regelwerk

Für die angesprochenen PvP- und RP-PvP-Regelwerke wird die Fraktionsbalance jeweils separat betrachtet. Das Ziel ist eine möglichst ausgeglichene Verteilung zwischen Horde und Allianz. Bei zu großer Schieflage kann die Charaktererstellung für die stärkere Fraktion eingeschränkt werden.

Ein Horde-Charakter im PvP-Regelwerk garantiert euch deshalb keinen weiteren Horde-Charakter im RP-PvP-Regelwerk. Entscheidend ist die dortige Verteilung. Daraus folgt allerdings keine Zusage, dass jede einzelne Schlacht automatisch mit gleich vielen Spielern beider Fraktionen stattfindet.

„Mega-Raids“, Sprachchat und Events: Was ist wirklich geplant?

Shobek spricht einen Wunsch an, den Veranstalter großer Community-Aktionen gut kennen: 40 Plätze reichen manchmal einfach nicht. Im Podcast werden Gruppen mit 80 bis 120 Spielern oder Verbünde aus mehreren Gruppen als mögliche Ansätze diskutiert. Laut Entwickler gibt es sogar ein Whiteboard mit dem Begriff „Mega-Raid“.

Das ist ein spannender Einblick in die Überlegungen des Teams, aber keine Feature-Ankündigung und kein Versprechen für den Start.

In Diskussion

Größere Community-Gruppen

Sie könnten die Organisation großer PvP-Schlachten, Gildentreffen oder Rollenspiel-Veranstaltungen erleichtern. Eine konkrete Umsetzung oder einen Termin nennt das Team nicht.

Keine festen Pläne

Umgebungs-Sprachchat

Über Sprachchat mit Spielern in der Nähe wurde gesprochen. Vor einer Einführung müssten unter anderem Sicherheit und ein angenehmer Zugang geklärt werden.

Mehr Leben neben Leveln und Ausrüstung

Auch neue Feiertagsaktivitäten, Angelwettbewerbe und größere PvP-Events kommen zur Sprache. Die überarbeitete Technik für Weltzustände soll Designern dafür mehr Möglichkeiten geben. Frühere Probleme beim Zusammenspiel von Events und Layern waren ein Anlass für diese Arbeit.

Das Team möchte außerdem bewusst Zeit für Inhalte einplanen, die nicht alle Spieler gleichermaßen betreffen – etwa Klassenquests oder Aktivitäten für zwischendurch. Die Welt soll euch auch dann etwas bieten, wenn ihr gerade keine bessere Ausrüstung jagt.

Wichtig für die Erwartungen: Die genannten Event-Arten sind Beispiele und Entwicklungsrichtungen. Aus dem Gespräch lässt sich weder ein bestätigter Event-Kalender noch die feste Rückkehr bestimmter früherer Events ableiten.

Eine offene Frage: Tag und Nacht für Australien

Ein weiteres Thema betrifft australische Spieler. Für sie gibt es Hardware vor Ort, trotzdem teilen sie sich eine Region mit Nordamerika. Unterschiedliche Tageszeiten innerhalb dieser Region könnten beim Gruppenwechsel zu einem plötzlichen Sprung von Nacht zu Tag führen.

Das Team bittet dazu um Rückmeldungen. Auch zeitgebundene Feiertage machen unterschiedliche Zeitzonen innerhalb einer gemeinsamen Region kompliziert. Eine fertige Lösung wird im Podcast nicht angekündigt.

Die komplette Podcast-Folge ansehen

Im englischsprachigen Gespräch erfahrt ihr mehr über die technischen Entscheidungen und darüber, wie die Beta die Entwicklung beeinflusst hat.

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Was ist euch wichtiger?

Eine möglichst nahtlose Welt, wiederkehrende Begegnungen mit bekannten Spielern oder große Community-Schlachten? Und würdet ihr Gruppen mit mehr als 40 Spielern für eigene Events nutzen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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